Arbeitsgemeinschaft im BDPh "Alliierter Kontrollrat 1946/48 e.V."
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Plattendruck (Hausauftragsnummer)

 

Mit Ausnahme der Teilauflagen der Ausgaben der Leipziger Frühjahrsmesse 1947 wurden die Briefmarken unseres Interessensgebietes ausschließlich in der damaligen Reichsdruckerei, heute Bundesdruckerei, gedruckt. Es wurde mit Maschinen gedruckt, die nach dem Krieg restauriert worden waren, aber z.T. bereits zur Inflationszeit im Briefmarkendruck im Einsatz gewesen sind.


So wurden auch bei den Ausgaben des Kontrollrates die interne Auftragsnummer der Reichdruckerei – Hausauftragsnummer (HAN) - beim Plattendruck auf dem Unterrand zwischen Feld 95 und 96 abgedruckt. Dabei bedeuten die ersten drei oder vier Zahlen den Auftrag, dann kommt die Jahreszahl (die zwischen 1945 und 1948 liegt) und anschließend die Plattennummer (1-4 - Nutzen im Druckbogen).


Bei den ersten Drucken der Ziffern- und Arbeiterserie kann man noch Auflagen erkennen. Bei späteren Drucken sind die Nummern nach Auftragseingang "durcheinander" verteilt worden. Es gibt auch Überschneidungen, d.h. es wurde die Ziffernserie weiter gedruckt, obwohl die neue Arbeiterserie schon erschienen war. Die Gründe dafür sind noch unbekannt. Vielleicht hat man einfach nicht genügend Druckfarbe für die neue Serie gehabt. In einem Fall ist es sogar bekannt, dass ein Auftrag für die Arbeiterserie und Ziffernserie gleichzeitig vergeben wurde- die HAN 4115.47 (10 Pfg.) Es gibt auch den Fall, dass die HAN mehrfach verwendet wurde, was dann z.B. an der Form der Ziffern oder auch an den verschiedenen Randleisten zu erkennen ist. Dementsprechend finden sich dann auf solchen unterschiedlichen Auflagen auch unterschiedliche Plattenfehler/Feldmerkmale.

 

Hausauftragsnummer (HAN)

 

 

 

Walzendruck (Bogenzähler)

 

Für die in großen Mengen benötigten Werte wie z.B. 6, 12 und 24 RPfg. wurde auch der Rotations- bzw. Walzendruck eingesetzt, auf ein – oder zweibahnigen Maschinen, die auch bereits in der Inflationszeit eingesetzt wurden. Die Bogen erhielten eine fortlaufende vierstellige Nummer, den sog. Bogenzähler (BZ). Dieser Bogenzähler befindet sich entweder auf dem linken oder rechten Seitenrand an unterschiedlichen Positionen, die dadurch entstanden sind, dann nach einer Reinigung des Zählwerks dieses nicht immer an derselben Position wieder eingebaut wurde.

 

Die Bogen wurden nach der Maschine so abgelegt, dass immer jeweils die geraden bzw. ungeraden auf einen Stapel gelegt wurden. Zu den unterschiedlichen Positionen finden sich unterschiedlich viele Bogen, was natürlich nur bei kompletten Seitenteilen oder ganzen Bogen ermittelt werden kann. Herausgetrennte BZ lassen dazu keine Aussage zu.

 

Die Positionsbeschreibung des Bogenzählers ist wie folgt vereinbart: Die 4 Ziffern geben an, neben welcher Reihe der Zähler steht, im nachfolgenden Beispiel also 2 Ziffern neben der 3.Reihe und 2 Ziffern neben der 4.Reihe. li steht für linker Rand, re für rechter Rand, g für gerade Ziffer, ug für ungerade Ziffer. Bei wenigen Werten kann noch unterschieden werden, ob die Ziffer nach außen, also zum Rand hin zu lesen ist oder nach innen, also zu den Marken hin. Eine weitere Besonderheit ist, dass die 2. Ziffer fehlen kann.

 


Bogenzähler(BZ) 3344 li g

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